Wie die narzisstische Mutter ihren Schatten und ihre Persona auf die Geschwister projiziert

Wie die narzisstische Mutter ihren Schatten und ihre Persona auf die Geschwister projiziert

Gibt es mehr als ein Kind, treibt die narzisstische Mutter einen Keil zwischen die Geschwister. Das tut sie aus verschiedenen Grunden.

Sie saen Zwietracht und Drama zwischen den Menschen in ihrem Umfeld, das sie selbst initiieren. So kontrollieren sie das Verhaltnis anderer in ihrem Umfeld zueinander und halten die Faden in der Hand.

In Extremfallen schaffen sie es, dass die einzelnen Parteien so zerstritten sind, dass sie nicht mehr miteinander sondern nur noch indirekt uber die narzisstische Person ubereinander reden. Das gilt auch fur Geschwister mit einer narzisstischen Mutter.

Zum anderen kann die narzisstische Mutter bei mehr als einem Kind verschiedene Aspekte ihrer Personlichkeit auf unterschiedliche Kinder projizieren. Dabei gibt es stets ein Kind, das von der Mutter konstant abgewertet wird, wahrend das andere im Grunde nichts falsch machen muss. Ein Licht- und ein Schattenkind.

(Nicht zu verwechseln mit dem Sonnen- und dem Schattenkind, wie in der Arbeit mit dem inneren Kind oft bestimmte Anteile unserer eigenen Personlichkeit bezeichnet werden.)

Das Lichtkind erhalt alle Zuwendung, fur das Schattenkind bleibt nur Verachtung, Spott und Hohn ubrig. Fast unnotig zu erwahnen, dass die narzisstische Mutter das Lichtkind dazu anhalt, in die Abwertungen gegen das Schattenkind mit einzustimmen. Das Ergebnis sind haufig Geschwister, die ein Leben lang in Feindschaft miteinander leben.

Im Sinne des Schattenkonzepts projiziert die narzisstische Mutter ihre Persona auf das Lichtkind. Als Persona hat der gro?e Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung in Anlehnung an die Maske der Schauspieler im antiken Theater jene gesellschaftliche Maske bezeichnet, in die wir all unsere erwunschten und fantasierten positiven Eigenschaften projizieren.

Das ist ebenso bedauerlich wie tragisch, denn unter einer liebenden guten Mutter hatten die beiden vielleicht Gefahrten furs Leben werden konnen

Die Persona spiegelt also, wie wir uns selbst gerne sehen und von anderen gesehen werden wollen. In diesem Fall ist sie ein Abbild des grandios uberhohten Selbstbildes der narzisstischen Mutter, das sie auf ihr Lichtkind projiziert. Deshalb ist dieses – ganz gema? ihres eigenen grandiosen Selbstbildes – auch unfehlbar und stets bewundernswert.

Auf das Schattenkind hingegen projiziert die narzisstische Mutter ihren eigenen verdrangten Schatten und bekampft ihn dort stellvertretend. All die eigenen Unsicherheiten, Angste, Unfahigkeiten, etc. werden an das Schattenkind delegiert. Deshalb kann das Schattenkind nichts richtig machen. Es hat keine Chance, denn die ihm zugedachte Rolle erlaubt es nicht.

Manchmal sind die einzelnen Rollen der Geschwister ein Leben lang vorgeschrieben, in anderen Fallen konnen sie wechseln. Beispielsweise dann, wenn das ehemalige Lichtkind der narzisstischen Mutter eine solche Krankung beigebracht hat, dass diese es nun regelrecht zerstoren will, um ihr angekratztes grandioses Selbstbild wiederherzustellen.

Haufig projiziert die narzisstische Mutter auch all die negativen Eigenschaften, die sie am Vater des Kindes oder ihrem eigenen narzisstischen Elternteil gehasst hat, auf das Schattenkind. Es wird dann als Symptomtrager fur etwas bestraft, fur http://www.datingmentor.org/de/feabie-com-review das es nicht das Geringste kann.

Zum einen lieben Narzissten es, zwischen Menschen zu triangulieren

Es mag sich so lesen, als wurde nur das Schattenkind einer narzisstischen Mutter unter den Folgen der vergifteten Kindheit leiden. Doch das ist nicht der Fall. Auch das Lichtkind leidet, oft jedoch ohne ein entsprechendes Leidensbewusstsein zu erlangen.

Den wenigsten Lichtkindern gelingt es, sich aus der festen Umklammerung und permanenten emotionalen Manipulation durch die narzisstische Mutter zu losen. Sie bleiben zeitlebens an sie gebunden und entwickeln keine eigenstandige Identitat, die von der Mutter getrennt existiert.

So wachsen Lichtkinder haufig mit einer enormen Anspruchshaltung auf, die ihnen spater das soziale Leben enorm erschwert, wenn sie mit einer Umwelt konfrontiert sind, die keinen Anlass dafur sieht, sie in gleicher weise zu uberhohen, wie die narzisstische Mutter es getan hat.

Obwohl sie manchmal im Leben oberflachlich sehr erfolgreich sind, bleiben sie doch innerlich leer, was spater zu schweren Absturzen fuhren kann und haufig auch in Alkohol- und Drogenproblematiken gipfelt.